Die richtige Nische finden – Woche 01

Nischenideen finden und zusammentragen

Die passende Idee für eine Nischenseite zu finden, ist grade für Anfänger nicht einfach. Nach den ersten Recherchen macht sich schnell Ernüchterung breit. Alle guten Nischen sind angeblich schon belegt. Dabei gibt es jede Menge freier Nischen, die nur darauf warten erobert zu werden.

Mir persönlich kommen die besten Nischenideen im Alltag. Wenn ich unterwegs bin oder für irgendwelche Probleme keine Lösung finde. Manchmal kommen die Ideen auch bei Gesprächen mit Freunden. Man muss nur seine Augen offen halten. Vor allem muss man aber auch immer eine Möglichkeit haben seine Idee zu notieren.

Wenn ich unterwegs bin, nutze ich dafür mein iPhone. Einfach die Notizapp öffnen und schnell stichpunktartig notieren. Zuhause liegt immer ein leerer Zettel am Schreibtisch. Dabei schreibe ich erstmal alles auf, was mir einfällt. Selbst die verrücktesten und
seltsamsten Ideen.

Alle paar Wochen, wenn ich Zeit und Lust habe, übertrage ich die Ideen dann in eine Exeltabelle. So gehen sie nicht verloren und sind alle an einem Ort gesammelt. In der Tabelle kann ich dann später im nächsten Schritt auch überprüfen, ob es sich dabei um eine gute oder eine schlechte Nische handelt.

Für alle, die jetzt grade auf der Suche nach einer Nische sind, ist das natürlich nicht praktikabel. Deshalb rate ich zu zwei Methoden, mit denen ich auch meine ersten Nischen gefunden habe:

  1. Ganz klassisches Brainstorming. Bezieh dabei auch gerne deine Freunde und Familie mit ein. Die Technik solltest du ja bereits aus der Schule kennen. Wenn nicht, dann findest du hier eine kleine Anleitung (http://www.zmija.de/brainstorming/)
  2. Onlinerecherche. Hierbei suchst du nicht nach einem Problem, sondern du schaust dir verschiedene Produkte und Bestseller an und lässt dich davon inspirieren.

Natürlich kannst du auch deine eigenen Interessen und Hobbys als Nischenthema wählen. Schließlich kennst du dich dort aus und bist quasi schon Experte in diesem Thema. Außerdem geben die meisten Menschen viel Geld für ihr Hobby aus.

Das klingt erstmal verlockend. Für mich persönlich ist das allerdings nichts. Wenn mich ein Thema brennend interessiert, fällt es mir schwer, nicht weiter daran zu arbeiten. Ich investiere dann viel zu viel Zeit. Dabei soll eine Nischenseite ja grade als passives
Einkommen dienen.

Eine erfolgreiche Nische auswählen

„Das Schwerste an einer Idee ist nicht, sie zu haben, sondern zu erkennen, ob sie gut ist.“

Chris Howland (*1928), engl. Entertainer

Für eine erfolgreiche Nischenseite essenziell ist die Wahl der richtigen Nische. Aber was macht eine richtige Nische aus? Wie unterscheide ich eine gute von einer schlechten Nische?

Ein hundertprozentiges Erfolgsrezept dafür gibt es leider nicht. Aber es gibt drei Bereiche, die du ausführlich prüfen solltest, bevor du eine neue Nischenseite erstellst.

  • Das Suchvolumen
  • Die Konkurrenz
  • Die Verdienstmöglichkeiten

Dabei sind alle drei Bereiche gleich wichtig.

Das Suchvolumen und die Verdienstmöglichkeiten

Das Suchvolumen gibt an, wie häufig im Internet nach einem bestimmten Begriff gesucht wird. Je höher das Suchvolumen, desto mehr Besucher werden später auf deiner Nischenseite landen.

Aber Vorsicht: Ist das Suchvolumen zu hoch, handelt es sich vielleicht schon nicht mehr um eine Nische. Schauen wir uns beispielsweise den Suchbegriff „Fitness“ an:

Der Begriff „Fitness“ wird 40.500 mal im Monat gesucht. Das ist ganz schön oft. Als Nische kann man den Begriff jedenfalls nicht betrachten. Also müssen wir schauen, wie man sich weiter in diesem Thema spezialisieren kann.

Wer an Fitness denkt, der denkt auch häufig an Muckibuden. Dort gibt es vorrangig „Fitnessgeräte“. Dieser Begriff wird 18.100 mal im Monat gesucht. Schon besser, aber immer noch nicht spezifisch genug.

Greifen wir uns also als Fitnessgerät die Kugelhantel heraus. Dieser Suchbegriff wird 1000 mal pro Monat gesucht. Das wäre beispielsweise eine Nische.

Wie hoch das Suchvolumen sein muss, kann man pauschal leider nicht beantworten. Das kommt ganz auf die gewählte Nische an. Tendenziell müssen niedrige Verkaufspreise durch ein höheres Suchvolumen ausgeglichen werden.

Nehmen wir wieder das Beispiel Kugelhantel. Eine Kugelhantel kostet im Schnitt 35€ bei 5% Provision bekämen wir 1,75€• pro verkaufter Hantel.

Wenn wir auf Platz 1 bei Google kommen, dann bekommen wir ca. 700 Besucher im Monat (ca 70% der Suchenden). Von diesen Klicken vielleicht 20% (also 140 Personen) auf unsere Affiliate-Links. Von diesen 140 Personen kaufen 10%. Also haben wir nur 14 Personen, die über unsere Nischenseite kaufen. 14×1,75€ sind grade mal 24,50€

Hier erkennt man ganz klar, dass man das Suchvolumen nicht alleine betrachten darf. Es steht in direkter Beziehung mit den Verdienstmöglichkeiten. Je teurer die zu verkaufenden Produkte, umso niedriger darf das Suchvolumen sein.

Angenommen wir würden ein Produkt für 100€ unter gleichen Bedingungen verkaufen. Dann würde es schon ganz anders aussehen. Statt 1,75 würden wir 5€ bekommen. 14×5€ sind immerhin schon 70€.

Meiner persönlichen Erfahrung nach lohnen sich Produkte im Bereich 80-200€ besonders gut. Bei Produkten über 200€ habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen nicht spontan kaufen. Das hat zur Folge, dass häufig nicht über den Partnerlink gekauft wird. Schließlich halten die Cookies häufig nur für eine begrenzte Zeit.

Um das Suchvolumen herauszufinden gibt es mehrere Möglichkeiten. Früher habe ich dafür immer Market Samurai genutzt. Leider nutzt es seit September 2016 nicht mehr die Daten von Google, sondern die von Bing. Diese sind für Deutschland nur leider nicht besonders aussagekräftig.

Deshalb nutze ich aktuell zur Keywordrecherche wieder den offiziellen Keywordplanner von Google. Damit kann man zumindest eine Tendenz erkennen. Gefällt mir ein Keyword, dann nutze ich das Karma Keyword Tool, um die genauen Werte herauszufinden.

Die Konkurrenzanalyse

Market Samurai ist zwar für die Keywordrecherche nicht mehr so brauchbar, aber für die Konkurrenzanalyse lohnt sich das Tool immer noch. Hier mal ein Screenshot zum Suchbegriff Kugelhantel:

Konkurrenzanalyse-Marketsamurai-Kugelhantel-600
Screenshot zur Konkurrenzanalyse von Market Samurai zum Begriff Kugelhantel

Hier sieht man die Top Ten der Suchergebnisse. Die Kennzahlen auf der rechten Seite, verraten ob die einzelnen Seiten zu schlagen sind. Ich möchte aber jetzt nicht auf die einzelnen Zahlen eingehen, das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Anfänger können aber an den Farben schon erkennen, dass die Konkurrenz nicht allzu hart ist. Man sieht viel Grün und wenig Rot.

Das ist aber noch nicht alles. Einige Internetseiten sehe ich nicht als wirkliche Konkurrenz an. Dazu gehören Shops, die alles Mögliche anbieten. Zum Beispiel Amazon und Ebay.

Außerdem beachte ich Wikipedia, Foren-Einträge und Online-Magazine nicht. An diesen kommt man mit einer gut gemachten Nischenseite eigentlich immer vorbei. Es dauert nur einige Zeit.

In diesem Fall bleiben eigentlich nur 2 Konkurrenten übrig.

  • Auf #2 ist bereits eine Nischenseite. Diese hat relativ gute Texte. Die Aufmachung würde ich etwas anders gestalten. Aber sowas ist zum Teil ja auch Geschmackssache. Bei Market Samurai kann man sehen, dass die Seite erst 1 Jahr existiert und nur 10 Backlinks vorhanden sind.
  • Auf #6 ist ein Youtube-Video. Der Inhalt beschäftigt sich mit einen Workout für Kugelhanteln. Sehr auffällig: Das Video ist auch auf der obigen Nischenseite eingebunden.

Insgesamt ist die Konkurrenz also eher schwach. Schwieriger wird es meistens erst bei Shops, die sich auf das Nischenthema spezialisiert haben. Zum Beispiel Mr.Spex, wenn das Thema „Brillen“ wären. Oder wenn es sich um eine starke Marke handelt. Beispielsweise Nike beim Keyword „Turnschuh“.

Außerdem sollte man sich aus Nischen heraushalten, bei denen bereits mehr als 2 Nischenseiten in den Top Ten sind. Außer sie sind wirklich schlecht. Wir möchten schließlich keinen monatelangen Kampf gegen unsere Konkurrenz führen, sondern passiv Geld verdienen.

Meine Nische für die NSC2017

Wie bereits oben erwähnt führe ich eine Liste mit potenziellen Nischenthemen. In dieser Woche bin ich die komplette Liste noch mal durchgegangen. Ich habe einige Begriffe auch aussortiert. Teilweise waren die Suchbegriffe mittlerweile schon von Nischenseiten besetzt.

Schließlich habe ich mich für eine Nische entschieden. Dieses Jahr wollte ich mich nicht erneut mit einer Produktnische befassen, sondern mit einem Problem, das meine Zielgruppe hat.

Mein Hauptkeyword wird deshalb: „Partnersuche im Internet“.

Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Suchvolumen 1000 + viele Long-Tails denkbar
  • CPC: 6,29
  • Partnerprogramme sind reichlich vorhanden. Teilweise bekommt man schon 10€ für einen Lead. Das bedeutet selbst bei einer kostenlosen Anmeldung wird schon Geld verdient. Beispiel: Elitepartner.de bietet 10€ für einen Lead und 30% für einen Sale. Das bedeutet, ein 6 Monatsabo bringt 107,82€, ein 12 Monatsabo 129,24€ und ein 24 Monatsabo 179,28€.
  • Die Konkurrenz ist meiner Meinung nach nicht einfach, aber trotzdem zu knacken.

Hier mal der Screenshot von Market Samurai:

Konkurrenzanalyse-Marketsamurai-Partnersucheiminternet-600.jpg
Screenshot zur Konkurrenzanalyse von Market Samurai zum Begriff „Partnersuche im Internet“

Allgemein sind die Farben grün und gelb vorherrschend. Wenn man die BLP (Backlinks auf diese Unterseite) mit den BLD (Backlinks auf die gesamte Domain) vergleicht, kann man erkennen, dass die meisten Seiten keinen aktiven Backlinkaufbau betrieben haben. Die einzige Ausnahme ist hierbei #6.

Schauen wir uns die Konkurrenz mal genauer an. Bei #1, #3, #4, #8, #9 handelt es sich um bekannte Online-Magazine, die eigentlich nichts mit dem Thema zu tun haben.

Bei #10 und #7 handelt es sich um thematisch relevante Seiten. Die haben allerdings überschaubaren Inhalt und kaum Backlinks auf die Unterseite.

Inhaltlich wirklich gut dagegen sind #1 und #2. Diese beiden Seiten sind die stärkste Konkurrenz.

Auf #6 befindet sich die einzige andere Nischenseite. Sie ist schon relativ alt, hat daher auch relativ viele Backlinks. Sie ist aber nicht unbedingt auf den Suchbegriff „Partnersuche im Internet“ optimiert. Außerdem verweisen nur 26 unterschiedliche Domains auf die Unterseite, aber mit über 92.000 Backlinks.

Wenn man die Backlinks genauer betrachtet, sieht das Ganze eher weniger seriös aus. Abgesehen davon hat die Seite auch gar kein Impressum. Schätze bei einem der nächsten Google Updates wird sich das Problem von alleine lösen.

Zeit und Geld

Ich habe bisher noch kein Geld investiert. Da ich meine Liste verwenden konnte, habe ich nur ungefähr 2 Stunden für die Nischensuche gebraucht.

Was denkst du zu meinem Nischenthema? Hast du noch irgendwelche Tipps oder Hinweise für mich? Schreib mir in den Kommentaren.

Ein Gedanke zu „Die richtige Nische finden – Woche 01“

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